Kapitel 1 von 7
Kleine Bucht, große Wirkung
Die Klippen und Felsen bilden ein natürliches Amphitheater um das Wasser. Vom Ufer aus bietet sich ein wunderschönes Zusammenspiel aus piniengrünen Hängen, hellem Fels und einem Meer, dessen Farbe zwischen Türkis und Smaragdgrün wechselt. Die Bucht wirkt in sich geschlossen und unverwechselbar – ganz anders als der offene Küstenabschnitt rund um Faliraki.
Der Strand selbst ist schmal, mit aufgestellten Sonnenliegen auf felsigen Terrassen über der Bucht. Einen langen Sandstrand, an dem man einfach weiterlaufen kann, bis man ein freies Plätzchen findet, gibt es hier nicht. An gut besuchten Tagen prägen Menschen und Liegen das Bild deutlich mit.
Das ist hier der Kompromiss: eine eindrucksvolle Kulisse, aber wenig Platz, um sich auszubreiten. Wer zum Schwimmen und Entspannen kommt, genießt die Bucht am besten. Mit viel Strandausrüstung anzureisen und reichlich Platz für alle zu erwarten, passt dagegen weniger gut.
Wer weichen Sand, Platz zum Spielen am Strand und einen klassischen ganzen Tag am Meer sucht, ist am Tsambika-Strand besser aufgehoben. Die Anthony-Quinn-Bucht lohnt sich wegen ihres besonderen Charakters – nicht, weil sie für jeden die unkomplizierteste Strandwahl wäre.
Kapitel 2 von 7
Der eigentliche Grund für einen Besuch: Schwimmen und Schnorcheln
Nimm eine Tauchmaske mit. Das klare Wasser, die Fische zwischen den Felsen und die abwechslungsreichen Unterwasserformationen bieten viel zu entdecken – dafür musst du keine langen Strecken schwimmen.
An ruhigen Vormittagen ist die Sicht oft ausgezeichnet, sodass du die Formen und Strukturen des felsigen Meeresbodens gut erkennen kannst. Die Unterwasserwelt macht einen großen Teil des Reizes aus. Es lohnt sich also, mehr Zeit im Wasser als auf der Sonnenliege zu verbringen.
Felsige, rutschige Einstiege, schnell tief werdendes Wasser und bei Wellengang schwierigere Ausstiege machen diese Bucht eher zu einem Ort für sichere Schwimmer als für Kleinkinder oder Schwimmanfänger.
Wenn du einen organisierten Schnorchelausflug planst, hilft dir der Ratgeber zu Schnorchel-Bootstouren auf Rhodos dabei, dieses Erlebnis mit einem Strandbesuch auf eigene Faust zu vergleichen.
Kapitel 3 von 7
Komm früh oder erst am späten Nachmittag
Versuche, vor 09:30 Uhr anzukommen, besonders im Juli und August. So hast du bessere Chancen auf einen Parkplatz und einen gemütlichen Platz am Wasser, bevor es in der Bucht richtig voll wird.
Am wenigsten angenehm ist es im Hochsommer ungefähr zwischen 11:00 und 16:00 Uhr: Am schmalen Ufer wird es eng, und die Mittagshitze ist intensiv. Die Sonnenliegen können schon im Laufe des Vormittags alle belegt sein.
Der späte Nachmittag ist eine gute Alternative. Ab 16:00 Uhr wird es meist leerer, und das weichere Licht lässt die Felsen und das Wasser ganz anders wirken. Eine schöne Zeit für einen kürzeren Besuch, bei dem du dir keinen Platz für den ganzen Tag sichern musst.
Mai, Anfang Juni und Ende September bieten eine bessere Mischung aus Badewetter und weniger Andrang. Im April lohnen sich die Landschaft und die Ruhe besonders – wenn du vor allem ausgiebig schwimmen möchtest, ist der Monat allerdings weniger geeignet.
Kapitel 4 von 7
Anreise zur Bucht auf dem Landweg oder per Boot
Für einen Strandtag mit mehreren Stopps an der Ostküste ist ein Auto praktisch. Für einen einzelnen Ausflug von deiner Unterkunft aus ist ein Taxi unkomplizierter. Eine Bootstour bietet dagegen ein ganz anderes Erlebnis: einen zeitlich begrenzten Badestopp statt eines Strandtags ohne festen Zeitplan.
Mit dem Auto oder Taxi
Fahre Richtung Faliraki und folge dann den Schildern nach Ladiko und zur Anthony-Quinn-Bucht. Gib im Navi die Bucht selbst als Ziel ein, nicht nur Faliraki. Vergleiche Mietwagenangebote auf Rhodos, wenn du mehrere Stopps an der Küste planst; für einen einzigen Strandausflug ist diese Flexibilität weniger wichtig.
Lass dir für eine Taxifahrt den Preis ab deinem tatsächlichen Startpunkt nennen und vereinbare Abholort und Uhrzeit für die Rückfahrt. Wenn du beide Fahrten gleich klärst, musst du dich nicht erst am Strand um die Rückfahrt kümmern.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Ein Bus nach Faliraki bringt dich nicht automatisch bis zur Bucht. Informiere dich im Ratgeber zu Verkehrsmitteln auf Rhodos über die aktuelle Verbindung, die genaue Haltestelle, den verbleibenden Fußweg oder eine nötige Weiterfahrt per Taxi sowie den Fahrplan für die Rückfahrt.
Das letzte Stück der Anreise ist genauso wichtig wie der Busfahrpreis. Ein direktes Taxi ist die bessere Wahl, wenn die Verbindung für deine Gruppe einen mühsamen Fußweg oder eine ungünstige Rückfahrt bedeutet.
Die Bucht bei einer Bootstour besuchen
Achte beim Vergleich von Bootstouren auf Rhodos darauf, dass die Anthony-Quinn-Bucht ausdrücklich auf der Route liegt. Bei einem Badestopp vom Boot aus kannst du das Wasser genießen, ohne dich um einen Parkplatz am Strand kümmern zu müssen. Deine Zeit hier richtet sich allerdings nach dem Ablauf der Tour.
Schau dir neben der Gesamtdauer auch den Abfahrtshafen und die für die Bucht eingeplante Zeit an. Ein längerer Ausflug bedeutet nicht unbedingt, dass du hier länger schwimmen kannst.
Kapitel 5 von 7
Oberhalb der Bucht parken und hinunterlaufen
Die Parkplätze liegen oberhalb der Bucht und sind begrenzt. Im Sommer kann die Parkplatzsuche mühsam sein. Plane dafür Zeit ein, statt erst kurz vor einer weiteren gebuchten Aktivität anzukommen.
Beachte die ausgeschilderten Parkregeln sowie mögliche Gebühren oder Einschränkungen und halte Zufahrten und Fußwege frei. Nimm Wertsachen mit, statt sie im Auto liegen zu lassen.
Vom Parkplatz ist der Abstieg kurz, aber felsig und uneben, mit steilen Abschnitten. Nach dem Schwimmen musst du denselben Weg wieder hinauf. Schuhe mit festem Halt sind deshalb sinnvoller als lockere Strandsandalen.
Der Zugang zum Strand ist nicht stufenlos und für Rollstuhlfahrer wenig geeignet. Auch wer sein Kind auf dem gesamten Weg im Kinderwagen lassen möchte, ist hier nicht gut aufgehoben. Der nahe gelegene Strand Ladiko ist leichter zugänglich; weiter unten erfährst du mehr darüber, wie sich die beiden Buchten verbinden lassen.
Kapitel 6 von 7
Sonnenliegen, Strandbar und was ins Gepäck gehört
Die Sonnenliegen stehen auf unterschiedlich hohen Felsabsätzen. Komfort und Schatten sind deshalb genauso wichtig wie der Ausblick. Kläre vor dem Bezahlen, ob der Preis für eine einzelne Liege oder ein Set für zwei Personen gilt und ob ein Sonnenschirm inbegriffen ist.
Es gibt eine kleine Strandbar, aber keine Strandpromenade mit einem Restaurant neben dem anderen. Bring Trinkwasser und einen Snack mit, besonders wenn du länger bleiben möchtest, und verlass dich bei deiner Tagesplanung nicht darauf, natürlichen Schatten zu finden.
Für einen Strandtag mit Restaurants, Strandbars und Wassersport bietet der Strand von Faliraki eine deutlich größere Auswahl.
- Taucherbrille und Schnorchel, um die Unterwasserlandschaft ausgiebig zu erkunden.
- Badeschuhe für den felsigen Einstieg und festes Schuhwerk für den Weg zum Strand.
- Trinkwasser und einen kleinen Snack.
- Sonnencreme, Sonnenhut und Sonnenbrille.
- Ein Handtuch zum Abtrocknen und als Sitzunterlage.
Kapitel 7 von 7
Lieber mit Ladiko verbinden als mit einem vollen Besichtigungsprogramm
Der Ladiko-Strand bietet sich als zweiter Stopp an. Ein Weg verbindet die beiden Buchten, sodass du einen weiteren Strand in der Nähe kennenlernen kannst, ohne ständig ins Auto steigen zu müssen.
Ich würde zuerst in der Anthony-Quinn-Bucht schwimmen und dann entscheiden, ob ich noch hinübergehe. Du musst deine Zeit nicht gleichmäßig auf beide Strände verteilen. Einfach dort länger zu bleiben, wo es dir gerade gefällt, ist ein guter Plan.
Zum Wandern und Fotografieren der Küste bietet der Aussichtspunkt auf dem Anthony-Quinn-Hügel eine andere Perspektive. Plane ihn als eigenen Ausflug ein, nicht als Teil des Abstiegs zum Strand, und nutze den zugehörigen Guide für die Planung der Wanderung.
Eine Bucht, eine Runde schwimmen und vielleicht noch ein benachbarter Strand reichen hier für einen gelungenen Tag. Diese Kulisse verdient etwas Zeit ohne Hektik. Weitere Strände in der Nähe und Ideen für Strandhopping findest du im umfassenden Guide zu den Stränden von Rhodos.
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TransfersHäufige Fragen
Sind Anthony-Quinn-Strand und Anthony-Quinn-Bucht derselbe Ort?
Ja. Beide Namen bezeichnen denselben Küstenort bei Faliraki auf Rhodos.
Warum heißt sie Anthony-Quinn-Bucht?
Der Name geht auf den Schauspieler Anthony Quinn zurück, der sich während der Dreharbeiten zu „Die Kanonen von Navarone“ in diesen Teil von Rhodos verliebte.
Ist die Anthony-Quinn-Bucht für Kleinkinder oder Kinder geeignet, die gerade schwimmen lernen?
Für beides ist sie nicht die beste Wahl. Der Tsambika-Strand eignet sich besser zum Spielen im Sand und Planschen. Die Anthony-Quinn-Bucht lohnt sich eher für Kinder, die bereits sicher schwimmen und gerne Fische beobachten.
Was kosten die Sonnenliegen an der Anthony-Quinn-Bucht?
Orientiere dich an den vor Ort am Besuchstag ausgehängten Preisen und achte darauf, ob der Preis für eine einzelne Liege oder für zwei Liegen mit Sonnenschirm gilt.
Kann man bei Bootsausflügen zur Anthony-Quinn-Bucht auch an den Strand gehen?
Nicht unbedingt. Ein aufgeführter Halt kann bedeuten, dass du nur vom Boot aus schwimmen kannst. Wenn dir Zeit am Strand wichtig ist, wähle eine Tour, die ausdrücklich einen Landgang einschließt.
Lohnt sich die Anthony-Quinn-Bucht auch ohne Schwimmen?
Ja, wegen der Küstenlandschaft und der Fotomotive. Wenn du nicht ins Wasser gehen möchtest, ist ein kürzerer Besuch sinnvoller als ein ganzer Tag an dem kleinen Strand.

